Es sind mehr als 15 Jahre vergangen, seit Prof. Dr. Rainer Schoch die 240 Millionen Jahre alten Fossilienfunde aus Rotfelden in seinem Vortrag in einer vollbesetzten Rotfeldener Gemeindehalle erstmals präsentierte. Inzwischen hat sich eine jüngere Generation von Forschern den im Stuttgarter Naturkundemuseum gelagerten Sandsteinplatten aus dem ehemaligen Rotfeldener Steinbruch gewidmet, um die darin enthaltenen Skelettüberreste zu bergen und wieder zusammenzusetzen. In Zusammenarbeit mit anderen Forschern weltweit gelang es ihnen mithilfe modernster technischer Methoden, die ersten bekannten Saurier – die Vorfahren unserer heutigen Tierwelt – in die Gegenwart zu bringen. Es geht nicht nur darum, ein Knochenpuzzle erfolgreich zusammengesetzt zu haben, sondern es ist daraus auch möglich, aus den in den Sandböden hinterlassenen Abdrücken auf die Fauna und die klimatischen Verhältnisse, die damals herrschten, zu schließen. Für die Rotfeldener Fundstätte ist es einzigartig, dass man an diesem Ort im Nordschwarzwald drei verschiedene Saurierarten bestimmen konnte, die dort damals gelebt haben: einen Panzerlurch (Eoclotosaurus woschmidti), eine Giraffenhalsechse (Amotosaurus rotfeldensis) und eine Archosaurierform (Marcianosuchus angustifron).

Über diese neuesten Erkenntnisse wird Rainer Schoch, Professor für Paläontologie in Hohenheim & Abteilungsleiter Paläontologie am Naturkundemuseum, ein ausgesprochener Experte, in seinem Vortrag am Samstag, den 24. Oktober im Freizeitpark Rotfelden, Eventscheune berichten.
Die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e. V. , 1844 gegründet, erachtet diese Fundstätte unter diesen Umständen als Kulturgut, das es zu schützen gilt, um sie für künftige Forschungsarbeiten zu erhalten. Nach dem Vortrag findet eine Besichtigung des Areals der Trias-Fundstätte statt.
Anschließend möchte die Gesellschaft beim abschließenden Kaffee im Freizeitpark Rotfelden die Gelegenheit nutzen, mit den Gemeindevertretern und Bürgern ins Gespräch zu kommen und zu erörtern, wie sich das Areal künftig nutzen ließe.
Während der Veranstaltungen können Artifakte der Rotfeldener Funde in der Eventscheune im Freizeitpark besichtigt werden.
Die Veranstaltung wird bewirtet.